Gemeinsames Positionspapier zur Eingliederungshilfe
Symbolbild
Die Verbände der Eingliederungshilfe der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen haben gemeinsam mit der Lebenshilfe Niedersachsen und der LAG ABT ein Positions- und Prioritätenpapier zu den geplanten Reformen in der Eingliederungshilfe veröffentlicht.
Hintergrund ist der Beschluss der Ministerpräsidentenkonferenz vom 25. Juni 2026 "Effizienter Ressourceneinsatz bei Leistungsgesetzen", der voraussichtlich im Herbst 2026 in ein Gesetzgebungsverfahren münden soll. Die bekannt gewordenen Inhalte lassen tiefgreifende Einschnitte für Menschen mit Behinderungen befürchten - von der Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts über verpflichtendes Pooling bei Assistenzleistungen bis hin zu möglichen Absenkungen von Fachkraftquoten.
Die unterzeichnenden Verbände fordern in zehn Punkten, individuelle Bedarfsdeckung, Selbstbestimmung und menschenrechtliche Schutzstandards zu erhalten - und warnen davor, Teilhabe zu einer Frage der Wirtschaftlichkeit zu machen. "Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht nach Aufwand, Produktivität oder Kosten. Teilhabe gilt für alle Menschen - ohne Abstufung, ohne Ausnahme, von Anfang an", betont Niklas Helsper, Koordinator für Eingliederungshilfe bei der Caritas in Niedersachsen.
Das vollständige Positionspapier finden Sie hier.