Zusammen geht was

Wie wollen wir vor Ort zusammenleben? Um nichts Geringeres geht es bei dieser Kommunalwahl in Niedersachsen. Denn in den Kommunen entscheidet sich, wie unser Alltag aussieht: Hier begegnen sich Menschen, hier wachsen Nachbarschaften zusammen, hier entstehen Orte der Begegnung und des Miteinanders - auf Spielplätzen, in Nachbarschaftstreffs, in Seniorenzentren und vielen anderen sozialen Räumen. Kommunen sind mehr als Verwaltungsstrukturen.
Ein gelingendes Zusammenleben beginnt dort, wo Menschen einander mit offenen Augen und offenem Herzen begegnen. Es entsteht, wenn Vertrauen wächst, wenn Menschen Verantwortung füreinander übernehmen und sich solidarisch zeigen - besonders gegenüber denen, die Unterstützung brauchen. Eine Gesellschaft, in der Menschen darauf vertrauen können, im Bedarfsfall nicht allein gelassen zu werden, stärkt Zusammenhalt und Solidarität. Dass jede*r Hilfe erhält, wenn sie oder er sie braucht, ist ein Wert, den wir bewahren sollten - und auf den wir auch stolz sein können.
Viele der Errungenschaften unseres Sozialstaates tragen wesentlich dazu bei, dass Zusammenleben gelingen kann. Leistungen wie die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall oder die soziale Sicherung in schwierigen Lebenssituationen schaffen Stabilität und gleichen soziale Ungleichheiten aus. Aber auch die Möglichkeit sich in schwierigen Lebenssituationen beraten und unterstützen zu lassen, zeichnet einen starken Sozialstaat. Sozialpolitik betrifft deshalb nicht nur einzelne Gruppen, sondern jeden Menschen.
Dass unser Land für soziale Gerechtigkeit und Sicherheit Verantwortung trägt, ist kein Zufall. Das Sozialstaatsprinzip ist in unserem Grundgesetz verankert und verpflichtet unseren demokratischen Staat, für die soziale Sicherheit seiner Bürger*innen einzustehen. Ein starker Sozialstaat, der Menschen in Not unterstützt und ihnen Perspektiven eröffnet, ist aus unserer Sicht eine zentrale Voraussetzung für ein gelingendes Zusammenleben - und zugleich eine wichtige Grundlage für eine stabile Demokratie.
Die Diakonie und die Caritas in Niedersachsen haben ihre Positionen und Fragen für die anstehenden Kommunalwahlen auf Themenkarten zusammen gefasst und laden ein, sich damit aktiv in den Wahlkampf und die anschließenden kommunalpolitischen Prozesse aus Sicht der christlichen Wohlfahrt einzubringen.
Für die internen Caritasstrukturen steht zudem eine Toolbox mit Ideen und Vorlagen zur konkreten Arbeit mit den Themenkarten zur Verfügung. Bei Interesse an einem Zugang zu diesen Materialien bitten wir um eine kurze Mail an silvia.hoffmeyer@caritas-nds.de