"Die Studie bietet Anlass, tiefergehende Fragen zu stellen, aber darf keinesfalls dazu führen, Gruppen von Flüchtlingen unter Generalverdacht zu stellen, wie auch die Autoren selbst betonen", fordert Thomas Uhlen, Landessekretär der Caritas in Niedersachsen und bezieht sich hierbei auf die verkürzte Debatte, die insbesondere in den sozialen Medien geführt werde. Uhlen appelliert zudem, dass auch in der politischen Diskussion die Studie differenziert genutzt und nicht für Pauschalaussagen missbraucht wird.
Die im Auftrag des Bundesministeriums für Familie und Jugend erstellte Studie behandelt den in den vergangenen beiden Jahren in Deutschland laut Polizeilicher Kriminalstatistik festgestellten Anstieg von Gewaltstraftaten. "Eine Schönfärberei, hilft ebenso wenig wie Schwarzmalerei, um die Herausforderungen der Integration hunderttausender Menschen aus aller Welt zu stemmen", so Uhlen.
Das Gutachten zur Entwicklung der Gewalt in Deutschland, sowie zentrale Befunde stehen auf der Internetseite des Bundesministeriums als Dateien zur Verfügung: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/service/publikationen/zur-entwicklung-der-gewalt-in-deutschland-/121148