
Das Bekenntnis zum flächendeckenden Ausbau mit schnellem Internet bis 2025 in alle Haushalte in Niedersachsen erntet Zuspruch beim katholischen Wohlfahrtsverband.
"Ob für technische Assistenzsysteme, Telemedizin oder Videotelefonie mit Angehörigen und Pflegedienst: Wir brauchen eine tragfähige digitale Infrastruktur als Basis für zukunftsfähige soziale Dienstleistungen und eine soziale Gesellschaft", verdeutlicht Caritas-Landessekretär Thomas Uhlen. "Mit über 1.500 Einrichtungen, insbesondere im ländlichen Niedersachsen, treibt und benötigt die Caritas genauso wie viele Mittelständler den digitalen Fortschritt."
Dass eine klare Zuständigkeit im Wirtschaftsministerium verortet sei, dürfe die anderen Ministerien nicht aus der Verantwortung entlassen. "Das Ping-Pong-Spiel muss ein Ende haben, sowohl zwischen Land und Bund, als auch zwischen den Ressorts", bedauert Uhlen die bisherige Konzeptlosigkeit und erläutert: "Nur, wenn alle Bevölkerungsschichten am digitalen Wandel teilhaben und davon profitieren, können wir Zusammenhalt und Fortschritt in Niedersachsen nachhaltig sichern. Eine Immobilie ohne Breitbandanschluss taugt als Altersvorsorge am Ende genauso wenig wie eine Schulbildung, bei der sozial Schwache sich digitale Unterrichtsmaterialen nicht leisten können." Uhlen stellt daher klar: "Wenn Tablets und Laptops zur Pflichtausstattung an weiterführenden Schulen werden, müssen Finanzierungsinstrumente geschaffen werden, die eine Stigmatisierung von einkommensschwachen Familien verhindern."