
Die Fraktionen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wollen die Allgemeine Sozialberatung in Niedersachsen flächendeckend ausbauen. Alle sechs Wohlfahrtsverbände des Bundeslandes begrüßen einen dafür geplanten Antrag im niedersächsischen Landtag ausdrücklich. "Das ist ein hervorragender Schritt in die richtige Richtung", würdigt Hans-Joachim Lenke, derzeitiger Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege in Niedersachsen (LAG FW).
"Wenn die Not von Menschen vor Ort nicht gesehen und Unterstützung und Hilfe angeboten
wird, gefährden wir damit das Vertrauen in unseren Sozialstaat. Die Hilfebedarfe der Menschen
sind vielfältig und komplex. Aus diesem Grund braucht es ein finanziell gesichertes Beratungsangebot vor Ort. Unsere Mitglieder leisten hier essenzielle Arbeit von der Bewältigung von familiären Konflikten über Beratung von finanziellen Schwierigkeiten bis hin zur Unterstützung zur Wiederteilhabe an unserer Gesellschaft", so Lenke weiter.
"Klar muss aber ebenfalls sein, dass es einen Ausbau der Allgemeinen Sozialberatung nicht zum Nulltarif gebe. Auch müsse sie auf einem qualitativ hohen Niveau vorgehalten werden. Dies auch in Anbetracht von sich weiter verschärfenden weltweiten Krisen. Ausdrücklich begrüßt die LAG FW daher eine geplante Studie, die zunächst sowohl die aktuelle Beratungsversorgung als auch die genauen Bedürfnisse im Flächenland Niedersachsen erheben würde", sagt Lenke abschließend.