Ein breites Netzwerk aus Niedersachsen will mit der neuen Kampagne dafür werben, sich gegen Antisemitismus starkzumachen. Unter dem Motto "Antisemitismus beginnt im Alltag - Widersprechen statt weghören" sollen von heute an sieben Bildmotive digital und analog verbreitet werden. Alle Motive lenken auf eine Internetseite mit weiterführenden Informationen, Beratungsangeboten und Tipps zur Gegenrede. Sie ist unter niedersachsen-gegen-antisemitismus.de zu finden.
Die Kampagne wird heute in Hannover vorgestellt von Landtagspräsidentin Hanna Naber, der Niedersächsische Ministerin der Justiz, Dr. Kathrin Wahlmann, den Vertreter:innen der Verbände der Jüdischen Gemeinden in Niedersachsen Dr. Rebekka Seidler und Dr. Michael Fürst sowie von Dr. Gerhard Wegner, dem Niedersächsischer Landesbeauftragten gegen Antisemitismus und für den Schutz jüdischen Lebens.
"Die Kampagne macht darauf aufmerksam, dass Antisemitismus uns jeden Tag begegnen kann: in einer Bemerkung, einem Spruch und in vielen kleinen Situationen. Sie zeigt, wie wichtig es ist, in diesen Momenten zu widersprechen", sagt Dr. Gerhard Wegner.
"Die Caritas setzt sich für eine offene, vielfältige und diskriminierungsfreie Gesellschaft ein. Dazu gehört für uns auch, jeder Form von Antisemitismus klar entgegen zu treten." erklärt David Schulke, Landesgeschäftsführer der Caritas in Niedersachsen die Beteiligung an der Kampagne.
Unter Antisemitismus versteht man eine bestimmte Wahrnehmung von Jüdinnen und Juden, die sich als Hass gegenüber dieser Menschengruppe ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort oder Tat gegen jüdische oder nichtjüdische Einzelpersonen, deren Eigentum sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.